
EnVerb ist ein vielseitiger Halleffekt mit einem besonders charakteristischen Merkmal: Er ermöglicht es, die Hüllkurve des diffusen Nachhalls, d. h. den Verlauf des Pegels über die Zeit anzupassen. EnVerb ist in zwei Bereiche unterteilt:
Time-Parameter: Die Grafikanzeige stellt die Pegel des Halls im Zeitverlauf (der Hüllkurve) dar und ermöglicht deren Anpassung. Du kannst die Delay-Zeit von Originalsignal steuern und den Nachhall im Zeitverlauf ändern.
Sound-Parameter: Mit den Steuerelementen unter der Darstellung der Hüllkurve kannst du Klang des Hallsignals formen. Du kannst auch den Crossover-Parameter verwenden, um das Eingangssignal in zwei Bänder zu teilen und das niedrigere Frequenzband separat festzulegen.

Bewege die Aktivpunkte der Parameter direkt in der Darstellung der Hüllkurve oder bewege den Zeiger vertikal in den Parameterfeldern, um die EnVerb-Werte anzupassen.
Aktivpunkt und Feld „Attack“: Bestimmen die Zeit, die der Hall benötigt, um seinen maximalen Pegel zu erreichen.
Aktivpunkt und Feld „Decay“: Bestimmen die Zeit, die der Pegel des Halls benötigt, um von seinem maximalen auf den Sustain-Pegel zu fallen.
Aktivpunkt und Feld „Sustain (Hold)“: Durch vertikales Bewegen kannst du einen konstanten Pegel des Halls für die Sustain-Phase festlegen. Der Pegel wird in Prozent der Maximallautstärke des Hallsignals angezeigt. Siehe Parameter „Hold“.
Aktivpunkt und Feld „Release“: Bestimmen die Zeit, die der Hall benötigt, um nach der Sustain-Phase auszuklingen.
Aktivpunkt und Feld „Dry Signal Delay“: Bestimmen das Delay des Originalsignals. Stelle mit dem Schieberegler „Dry“ im Abschnitt „Mix“ einen geeigneten Pegel ein.
Feld „Predelay“: Bestimmen den Zeitraum zwischen dem Originalsignal und dem Startpunkt der Hall Attack-Phase – den Startpunkt der frühen Reflexion.
Aktivpunkt und Feld „Hold (Sustain)“: Legen durch horizontales Bewegen die Dauer der Hall-Sustain-Phase fest. Siehe Parameter „Sustain“.
Drehregler und Feld „Density“: Bestimmen die Dichte des Nachhalls.
Drehregler und Feld „Spread“: Steuern die Stereo-Basis des Halls. Bei 0 % erzeugt dieser Effekt einen Mono-Hall. Bei 200 % wird die Stereo-Basis künstlich erweitert.
Drehregler und Feld „High Cut“: Hier kannst du einstellen, welche Frequenzen oberhalb eines bestimmten Werts aus dem Klangbild des Nachhalls herausgefiltert werden.
Drehregler und Feld „Crossover“: Bestimmen die Frequenz, bei der das Input-Signal zur separaten Bearbeitung in zwei Frequenzbänder geteilt wird.
Drehregler und Feld „Low Freq Level“: Legen den relativen Pegel der Frequenzen (des Hallsignals) unterhalb der Crossover-Frequenz fest. In den meisten Fällen klingen negative Werte für diesen Parameter besser.
Schieberegler und Felder „Dry“ und „Wet“: Bestimmen die Balance zwischen Effektsignal (Wet) und Eingangssignal (Dry).